Makuladegeneration und Makulaödem
Die Makula ist die Stelle des schärfsten Sehens. Wird sie geschädigt, verlieren Betroffene zuerst die Lesefähigkeit — das Sehen am Rand bleibt erhalten.

Diese Zeichen gehören rasch abgeklärt
- Gerade Linien erscheinen wellig oder verbogen
- In der Mitte des Bildes fehlt ein Fleck, Buchstaben fallen aus
- Farben wirken blasser, Kontraste schwächer
- Lesen fällt plötzlich schwerer, obwohl die Brille stimmt
Bei der feuchten Form entscheidet die Zeit über das, was erhalten bleibt. Rufen Sie an: +43 512 234 262
Was dabei passiert
Bei der trockenen Form lagern sich Stoffwechselreste unter der Netzhaut ab — die harten Drusen, oft der erste sichtbare Befund. Bei der feuchten Form wachsen krankhafte Gefäße ein, aus denen Flüssigkeit austritt.
Ein Makulaödem entsteht auch bei Diabetes und nach Gefäßverschlüssen: Die Netzhaut verdickt sich, es kommt zu Blutungen, die Sehleistung nimmt ab.

Wie der Befund entsteht
Das OCT zeigt die Netzhaut im Schnittbild, Schicht für Schicht, in wenigen Sekunden und ohne Berührung des Auges. Flüssigkeit unter oder in der Netzhaut wird dadurch sichtbar, lange bevor sie im Alltag auffällt.
Das Angio-OCT stellt zusätzlich die Gefäße dar — ohne Kontrastmittel und ohne Spritze in die Armvene, wie es früher nötig war.
Behandlung mit IVOM
Bei der feuchten Form, beim diabetischen Makulaödem und nach Gefäßverschlüssen wird ein gefäßwachstumshemmendes Medikament direkt in den Glaskörper eingegeben — die intravitreale operative Medikamentenapplikation, kurz IVOM.
Das Auge wird vorher betäubt und desinfiziert. Der Eingriff dauert wenige Minuten. Meist sind drei bis vier Behandlungen pro Jahr nötig; wie viele, entscheidet die OCT-Kontrolle.
Selbsttest mit dem Amsler-Gitter
Verzerrte oder wellige Linien sind ein Warnzeichen. Mit dem Amsler-Gitter prüfen Sie Ihre Makula in einer Minute selbst — zu Hause, jeden Tag.
Häufige Fragen zur Makula
Was bedeutet es, wenn gerade Linien wellig erscheinen?
Das ist ein typisches Zeichen für eine Veränderung an der Makula, der Stelle des schärfsten Sehens. Es gehört zeitnah abgeklärt — bei der feuchten Makuladegeneration entscheidet die Zeit über das, was erhalten bleibt.
Wie läuft eine IVOM ab?
Das Auge wird betäubt und desinfiziert, dann wird das Medikament mit einer sehr dünnen Nadel in den Glaskörper eingegeben. Der Eingriff dauert nur wenige Minuten.
Tut die Spritze ins Auge weh?
Der Einstich wird von den meisten Patienten als Druck empfunden, nicht als Schmerz — das Auge ist vorher betäubt. Ein Fremdkörpergefühl am Abend danach ist normal.
Wie oft muss die IVOM wiederholt werden?
Meist sind drei bis vier Behandlungen pro Jahr nötig. Wie viele Behandlungen nötig sind, entscheidet die OCT-Kontrolle.
Ich habe Diabetes — wie oft soll ich zur Kontrolle?
Bei Diabetes sollten Sie mindestens einmal jährlich zur Kontrolle kommen. Veränderungen am Augenhintergrund entstehen lange, bevor man sie merkt.
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